Heute beantwortet Axel J. Metayer meine 7 Fragen. Axel ist ein Suchmaschinenoptimierer, Affiliate und zudem noch Betreiber von KFZ.net – einem Autoportal und Community im Web.
1.) Stelle Dich bitte in wenigen Sätzen meinen Lesern vor. Wie heißt Du, was machst Du?
Mein Name ist Axel J. Metayer, ich bin 33 Jahre alt und lebe in Hamburg. Metayer ist der französische Zungenbrecher, der in Deutschland total falsch ausgesprochen wird. Aber da gewöhnt man sich mit der Zeit dran. Manche halten es sogar für einen polnischen Namen.
Angefangen habe ich in der Internetbranche als SEO und Affiliate. Seit einem Jahr kümmere ich mich um den Relaunch meines Autoportals und den Aufbau der Auto-Community.
Davor habe ich ein paar Jahre in Berlin und Hamburg mein Handwerk in verschiedenen Internet-Agenturen gelernt. Nach ein paar Jahren hatte ich dann genug Erfahrung und Wissen erlangt, um mich selbständig zu machen.
Für alle die sich fragen wie man am Besten in die Branche einsteigt: Eine Ausbildung als Fachinformatiker / Anwendungsentwicklung ist hierfür sehr gut geeignet. Damit hat man dann einen Schein in der Tasche und kann sich in Sicherheit wiegen. Wer sich aber nicht ständig selber autodidaktisch fortbildet und eigene Fehler und Erfahrungen macht, hat es in dem Business schwer.
2.) Wie sieht ein typischer Tag in Deinem Leben aus?
Um 8 Uhr klingelt der Wecker, dann mache ich ein wenig Yoga. Danach Frühstück mit einem Käseblatt wie Internetworld oder im Home-Office am Rechner 1-2 Stunden E-Mails und Statistiken prüfen. Meistens bin ich dann erst zwischen 10 und 12 Uhr im Büro.
Im Office: Tagesgeschäft wie Content produzieren, Probleme an Seiten beheben oder verbessern und neue Ideen ausarbeiten. Und wie Thomas, habe auch ich viel Papier und Verwaltungskram. Vom papierlosen Büro bin ich noch ziemlich weit entfernt aber es wird zunehmend besser.
3.) Welches Thema ist im heutigen Internet Deiner Meinung nach überbewertet?
Das man mit dem Internet ganz schnell aus dem nichts heraus ganz viel Geld machen kann. Gerade die Neulinge tun sich schwer den Markt zu überblicken und zwischen echtem Business-Modell und “Multilevel Markting Bullshit Bauernfängerei” zu unterscheiden…
4.) Was dachtest Du, als Du das erste mal von Twitter gehört hast?
“Was ist das denn jetzt schon wieder?!” Hat echt ne Weile gedauert bis ich das sowohl als Traffic-Quelle als auch als kleines Mini-Netzwerk erkannt habe. Gerade weil ich am Anfang vielen Deutschen gefollowt bin und die es auch nicht verstanden hatten und gerade twittern, dass Sie Spiegeleier essen. Für solche Infos braucht man Twitter natürlich nicht. Wenn man aber richtig filtert und den Leuten followt die einem nützliche Informationen oder Links mitteilen, dann ist das schon sehr praktisch.
Ich bin in diesen ganzen Netzwerken längst nicht so aktiv wie andere und versuche da nicht mehr als 1-2 Std. pro Tag reinzuschauen. Ab einem gewissem Level muss man auch nicht mehr jedem Trend hinterherlaufen. Da macht es mehr Sinn, sich auf seine Fähigkeiten zu besinnen, seiner Intuition zu folgen und eine Idee einfach mal umzusetzen. Selbst wenn das Projekt dann nicht aufgeht, nimmt man viel Wissen für die nächste Idee mit.
5.) Einen Tag administrative Gewalt über Google: Was würdest Du anstellen?
Ich würde mit den Leuten von Google Skateborad fahren. Nee im Ernst, ich würde mir den Ranking Algorithmus anschauen und mein Portal besser drauf abstimmen.
6.) Was ist deiner Meinung nach einer der größten Fehler den Internet-Unternehmer immer wieder machen?
Zu schnell zuviel Geld mit den falschen Maßnahmen auszugeben. Ich bin das beste Beispiel dafür, daß man auch mit sehr kleinem Budget seine Seiten erstmal unter dem Radar aufbauen kann. Einfach mal auf die Fixkosten achten und sich überlegen: “Brauche ich das jetzt wirklich?”.
Viele vergessen auch REGELMÄßIG Fleissarbeit zu leisten. Drei Nachtschichten hintereinander machen zwar ab & zu mal Spaß aber kosten auch Kraft und sind kein Garant für dauerhafte Leistungen.
7.) Was liebst Du besonders an Deinem Job und auf welche Tätigkeit in Deinem Job könntest Du gut verzichten?
Ich liebe die Möglichkeiten, sich den Tag einzuteilen und ständig neue Sachen ausprobieren zu können. Man kann seine eigenen Visionen umsetzen und muss niemandem Rechenschaft ablegen. Helmut Schmidt hat mal gesagt: “Wer Visionen hat sollte zum Arzt gehen”. Das ist dann auch der Nachteil, wenn man sich geirrt hat – dann hat man sein eigenes Geld verbrannt.
Verzichten würde ich sehr gerne auf den ganzen Papierkram und die ganzen Nachweise, die man für die Steuer braucht. Das habe ich am Anfang echt ein wenig unterschätzt. Da rate ich jedem das gleich von Anfang an sauber anzupacken und Ordnung zu schaffen.
Schließen wir das Ganze mit einem Ausblick ab. Mein erster Coach sagte immer: “Es geht nicht darum die aussergewöhnlichen Dinge besonders gut zu tun, sondern die gewöhnlichen Dinge ausserrodentlich gut.”
Schönes WP Theme & Interview