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Alessandro Zanardi – Eine sehr beeindruckende Persönlichkeit

Sonntag, September 30th, 2007 @ 02:32

Hiermit will ich zum Ausdruck bringen, wie sehr ich Alex Zanardi für seinen Kampfgeist, Ehrgeiz und Entschlossenheit bewundere.

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Am 15. September 2001 verlor der italienische Rennfahrer auf dem Lausitzring beide Beine, als der Wagen eines anderen Fahrers sein Auto in zwei Teile riss. Dass er diesen Unfall überhaupt überlebt hat, grenzt an ein medizinisches Wunder. Noch auf der Rennstrecke hatte ihm ein Priester die letzte Ölung gegeben – mit Motoröl übrigens. Während des Hubschrauberfluges nach Berlin ins Krankenhaus musste er mehrmals wiederbelebt werden. Heute ist Zanardi das, was man als „schwerbehindert“ bezeichnet, doch er verbingt sein Leben nicht im Rollstuhl, sondern wieder in Rennautos.

Und da sind wir beim Thema Verstand und Gefühl. Den Verstand, vor allem technikbegeisterter Zuschauer, dürfte es schon ansprechen zu erfahren, mit welchem Aufwand und Erfindungsreichtum Techniker es geschafft haben, einen Rennwagen so umzubauen, dass Zanardi ihn fahren kann – und zwar nicht irgendwie, sondern professionell. Regelmäßig fährt der 40-jährige inzwischen seinen körperlich unversehrten Konkurrenten davon.

Mich persönlich – und sicherlich viele andere auch – bewegt aber an dieser Geschichte nicht so sehr der Rennfahrer, sondern der Mensch Alessandro Zanardi. Der Mensch Alessandro Zanardi erinnert sich an den Moment, als er nach einer Woche aus dem Koma erwachte, als glücklichen, nicht als traurigen Moment. „Die Hölle ist gar nicht so hässlich, wie man dachte“, sagt Zanardi und gibt sich sehr viel Mühe, seinen Mitmenschen klar zu machen, dass er tatsächlich nach wie vor ein glücklicher Mensch sei und nicht einer, der sich lediglich recht und schlecht mit seinem Schicksal arrangiert hat.
„Alex“ Zanardi – die meisten nennen ihn gar nicht Alessandro – setzt sich offen mit seinem Unfall, seinem Schicksal auseinander. Für alle sichtbar zum Beispiel gut eineinhalb Jahre nach dem Crash. Da setzte er sich am Lausitzring in einen für ihn umgebauten Champ-Car-Rennwagen – mit der „66“, der Startnummer des Unfallwagens – und fuhr die 13 Runden, die ihm am 15. September 2001 zum voraussichtlichen Sieg noch gefehlt hatten. Er wollte etwas zu Ende bringen. An der Stelle, an der 20 Monate zuvor das Schicksal seinen Lauf genommen hatte, hängten seine Fans ein Plakat auf, auf dem stand: „Don’t stop here, Alex!“ Das ist Humor nach dem Geschmack von Alex Zanardi. Er selbst hat einmal gesagt: „Ich fühle mich Deutschland stark verbunden. Man könnte sogar fast sagen, dass ich nach all den Transfusionen nach meinem Unfall mehr deutsches als italienisches Blut in mir habe.“

Ich weiß nicht, wie ich einen derartigen Unfall, einer derart schwere Einschnitt in mein Leben verkraften würde, aber jetzt weiß ich zumindest, wen ich um Rat fragen könnte. Das ist ein schönes Gefühl. Quelle Pro7

One Response

  1. Blog-Stöckchen: Inspirierende Personen » Tobias Hieb Web 2.0 Blog says:

    [...] dies eher Menschen, die durch ihre menschlichen Eigenschaften überzeugen. Zum Beispiel ist Alessandro Zanardi mit seinem unglaublichem Ehrgeiz eine solche Person. Vergleichbare Artikel: Goofriend & [...]

    Dezember 20th, 2007 at 09:31

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