Tobias Hieb

Drei wichtige Themen für Startups: Involvement, Social Media, Personality

Bekanntlich befinde ich mich mit SevenSnap gerade in der heißen Phase unseres Starts. Demnach fließt aktuell eine Menge Gehirnschmalz in den Launch und alles was damit verbunden ist. Welche Aktionen könnte man umsetzen? Wie könnten effiziente “Virals” aussehen? Wie erreichen wir die richtigen Early-Adopter? Mit all diesen Fragen aber noch vielen weiteren, sehe ich mich derzeit konfrontiert.

Bisher bin ich eigentlich schon sehr zufrienden mit unserer Entwicklung. Wir sind noch nicht einmal gestartet und können bereits über 7.000 Twitter Follower, mehrere hundert vorregistrierte Beta-Nutzer und Berichte u.a. bei TechCrunch aufweisen. Eine Basis ist also vorhanden.

Doch was braucht ein Startup um die Chance des “Launch-Buzz” richtig zu nutzen?

Der Buzz im Rahmen des Produktlaunches ist sicherlich enorm wichtig und zudem eine große Chance. Allerdings muss ein aufkommender Buzz auch richtig genutzt werden, um Nutzer an sich, seine Marke und das StartUp zu binden. Im Optimalfall generiert man keine Nutzer – sondern man generiert Fans und Markenbotschafter. Um dies zu erreichen sollte man auf einige Punkte bereits in einem sehr frühem Stadium Wert legen.

Hier drei wichtige Punkte:

  • Involvement
    Was kann es besseres geben, als Nutzer, die anderen Menschen begeistert von einem Startup berichten? Mundpropaganda ist sehr wichtig um sich langgristig positiv zu entwickeln. Doch wie erreicht man es, dass Nutzer zu Fans und Markenbotschaftern werden?

    Meiner Meinung nach liegt die Antwort im “Involvement“. Nutzer müssen die Möglichkeit erhalten, sich mit einem Startup enger zu “connecten”. Nutzer müssen in Entscheidungsprozesse involviert, an Ideen der Gründer teilhaben, für ihr Engagement etwas zurück bekommen und Gehör finden. Ein Markenbotschafter entsteht dann, wenn er sich bei einem Startup wohl fühlt und selbst die Möglichkeiten besitzt, sich einzubringen.

  • Social Media
    Die Erfindung von Twitter ist großartig. Für Unternehmen allerdings auch eine Gefahr. Das Web 2.0 und Social Media sorgte dafür, dass sich jeder Internetnutzer unglaublich großes Gehör verschaffen kann. Doch genau auch hier liegt die Gefahr.

    Beispiel:
    Ein Kunde fordert bei Internetunternehmen X ein Angebot an. Das Angebot trifft aber selbst 48 Stunden später nicht ein. Der Kunde twitter: “Ich warte immernoch auf mein Angebot – und das schon seit 2 Tagen. Na super…”. Positiv sind solche Tweets natürlich nicht.

    Klar liegt in diesem Szenario der Fehler bei dem Unternehmen. Doch der große Vorteil an Social Media ist jedoch, dass das Unternehmen diese Kommunikation verfolgen kann und den Kunden via Twitter direkt ansprechen und besänftigen kann. So kann das Unternehmen z.B. einen Gutschein anbieten. Der besagte Kunde wird dies twittern…

    Social Media in Internetunternehmen ist also nicht nur eine Gefahr – sondern eine enorm große Möglichkeit um die Kundenbindung zu festigen und die Entwicklung des Image zu beeinflussen.

  • Personality
    Ein Startup kann meiner Meinung nach viel mehr Performance an den Tag legen, wenn es Personality besitzt. Das Gründerteam muss sich zeigen!

    Warum also kein Videoblog? Warum keine aktive Kommunikation mit den Nutzern? Warum sich nicht die Vorschläge seiner Nutzer anhören und hierüber diskutieren? Okay, solche Themen kosten sehr viel Zeit – aber es wird sich lohnen. Nur wenn ein Startup ein Gesicht besitzt entsteht eine Bindung zu den Nutzern.

Wie wende ich diese Punkte bei SevenSnap an?

Involvement: Es wird eine Community für alle jene geben, die sich mit SevenSnap enger beschäftigen möchten. In dieser Community kann nicht nur diskutiert, sondern auch auf Teammitglieder getroffen werden. Zudem werden dort Live-Video Sessions abgehalten und neue Funktionen noch vor dem Launch diskutiert und präsentiert.

Social Media: Wir haben 16 Stunden am Tag die Twitter-Suche geöffnet und antworten sofort auf Fragen via Twitter. Wir versuchen also gezielt Kontakt mit unseren Nutzern und Interessenten aufzubauen.

Personality: Das Team führt einen Blog, berichtet über die Entwicklung, veröffentlicht Videobeiträge und teilt Gedanken. Hinter SevenSnap stehen Namen. Das ist meiner Meinung nach sehr wichtig. In Zukunft wird eine Vielzahl der SevenSnap Mitarbeiter aktiv bloggen.

Diese drei Punkte werden wir weiterhin ausbauen und sehr viel Wert darauf legen, dass SevenSnap stets das Gehör seiner Nutzer findet und berücksichtigt. Schlussendlich bauen wir hier ein Produkt für den Nutzer – demnach haben wir uns an den Bedürfnissen auch zu orientieren.

Ich hoffe ich konnte Euch ein paar Denkansätze geben und würde mich natürlich freuen, wenn auch ihr Eure Gedanken zu dem Thema in den Kommentaren hinterlasst. Man lernt nie aus und das ganze Thema ist äußerst spannend und komplex.

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3 Kommentare

  1. Tobias Hieb schrieb:

    New blog post: Drei wichtige Themen für Startups: Involvement, Social Media, Personality http://bit.ly/4Cn6c4

    11. Dezember 2009 um 03:08 Uhr
  2. Thomas schrieb:

    Hallo Tobias,

    Du hast beim zweiten Involvement das “e” vergessen.
    Viel Erfolg beim richtigem Start!

    Gruss
    Thomas

    Bei Personality fällt mir immer wieder Morten Lund ein. ;-)

    14. Dezember 2009 um 11:45 Uhr
  3. Tobias schrieb:

    Danke Thomas!

    Ja, Morten Lund ist eh ganz vorne mit dabei :)

    14. Dezember 2009 um 13:22 Uhr

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