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Projekte kommen und gehen: justLipstick wird nicht gestartet

Samstag, Mai 16th, 2009 @ 00:50

Ich realisiere Projekte gerne nach dem “Try & Error” Prinzip. Hierbei versuche ich möglichst viele Ideen online zu bringen und dann abzuwägen, in welche Projekte es lohnt weiterhin zu investieren. Ich denke das dieses Prinzip durchaus erfolgreich funktionieren kann und so z.B. den “Seesmic Effekt” verhindern könnte.

Bei Seesmic war es so, dass Loic Le Meur’s Idee darin bestand, eine Twitter artige Plattform für Videokonversationen zu launchen. Im Prinzip eine gute Idee. Allerdings musste Loic feststellen, dass selbst in der heutigen Social-Media Welt nicht jeder bereit ist, sein Gesicht vor eine Kamera zu halten und an Videokonversationen teilzunehmen. Daher stieß das Modell auch schnell an seine Grenzen. Loic kommunizierte, dass Seesmic schlichtweg 3 Jahre zu früh am Markt war. Aufgrund dessen nun auch der Ausflug in die Seesmic-Desktop Welt um Seesmic weiterhin als Marke präsent zu halten und sukzessive den Videosektor auszubauen.

Daher ist meiner Meinung nach ein Product-Launch nach dem “Try & Error” Prinzip, was einher mit kostenoptimierten Arbeitsroutinen geht, der erfolgreichere Weg um funktonierende Geschäftsmodelle zu finden. Zuletzt habe ich dieses Prinzip bei dem Anrufnotiz-Projekt angewandt. Die Anrufnotiz.de befindet sich gerade in der Phase der “Marktanalyse”. Ist diese Phase abgeschlossen, werde ich entscheiden, ob ich Anrufnotiz.de aufbauen oder einstellen werde.

Nach diesem Prinzip ist u.A. Sevenmac hervorgegangen. Sicherlich ist Sevenmac nicht vergleichbar mit anderen innovativen Internetdiensten aus dem Web 2.0 Sektor – allerdings hat es Sevenmac geschafft, ein gut frequentiertes und umsatzbringendes Portal zu werden. Aus dieser Sicht hat Sevenmac vermeindlichen “innovativen Web 2.0 Diensten” durchaus etwas voraus.

Allerdings gibt es auch Projekte, welche man plant und schlussendlich nicht online bringt, weil man zwischenzeitlich neue Dinge gelernt hat und den Markt weiter beobachtet hat. Justlipstick war ein solcher Fall. Frauenportale sind mit Sicherheit ein heißes Thema – also hinsichtlich der möglichen geschäftlichen Performance. Allerdings sollte man auch nicht ignorieren, dass bereits die großen Verlagshäuser wie Holtzbrinck & Co. in diesen Sektor vorstoßen. Es gibt so z.B. Frauenzimmer und die Erdbeerlounge. Gegen derart gut finanzierte Unternehmen anzukämpfen ist schwierig und erfordert eine weitaus größere Infrastruktur als jene, welche ich aktuell realisieren könnte. Daher habe ich mich aus wirtschaftlichen Gründen gegen justLipstick entschieden.

Für den Sommer habe ich allerdings bereits ganz konkrete Ambitionen. Ich werde mit einer Application in den App Store kommen und in einen Bereich vortreten, der bisher im mobilen Internet (selbst international) noch nicht existiert. Der Vorteil liegt auch darin, dass ich mich durch meine intensive Tätigkeit bei Sevenmac besonders gut mit dem “Ecosystem App Store” auskenne und auch praktische Markterfahrung mit dem Produkt ansich habe.

Die Softwareentwicklung ist bereits im vollen Gange. Weitere Infos dann in ein paar Monaten.

One Response

  1. Tobias Hieb says:

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    Mai 16th, 2009 at 00:50

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